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Sonntag, 23. Dezember 2007, 18:43

Melanopsis praemorsa buccinoidea / Wie pflegen?

Hallo

Überlege mir Melanopsis praemorsa buccinoidea zuzulegen.

Kennt sich jemand mit der Pflege aus und hat evtl. Tipps?

Gruss

Martin

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2

Sonntag, 23. Dezember 2007, 19:24

Hi Martin,
ich kann Dir nur meine Beobachtungen mitteilen.Ich pflege diese Tiere in einem strömungsstarken,sauerstoffreichen,veralgt-und vermulmten Becken,PH 8,0,Temp.23°-26°C,sie weiden beständig alle glatten Flächen ab,gehen aber auch an künstliches Futter,gerne Gurke,Möhre,Spirulinatabs.Fischbesatz habe ich keinen,nur andere Schnecken.Nachwuchs noch nicht gesichtet.Auf Alex Wasserschneckendatenbank findest Du aber auch wertvolle Infos :xmas_315:
Schneckliche Grüsse, Petra :slowmo:
Mitglied im "Schnecken-haben-auch-eine-Lebensberechtigung-Club"

3

Sonntag, 23. Dezember 2007, 19:36

Moin, Martin!
Überlege mir Melanopsis praemorsa buccinoidea zuzulegen.

Nanü, gibts die Melanopsis neuerdings auch im Handel? Ich weiß nur von zwei usern des Forums, die sich von Aufenthalten am Mittelmeer vor 2+x Jahren mal einige Tiere mitgebracht hatten. Die Haltung scheint ja nicht besonders schwierig zu sein, doch sind zumindest mir keine Nachzuchterfolge bekannt. Weil ich auch schon länger nichts mehr über diese Tiere gelesen hatte, ging ich insofern davon aus, daß die eingeführten Tiere allmählich kinderlos verstorben sind und sie von niemandem aktuell mehr gehalten werden.
Wenn Petra nun aber noch welche hat, hats doch mal Nachzuchterfolge gegeben?

MfG,
schneckli

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4

Sonntag, 23. Dezember 2007, 19:50

...jo,die gibt es aktuell im wirbellosen-auktionshaus,über den Preis rede ich jetzt lieber nicht :kis:
Sollte es was werden mit dem Nachwuchs,sag ichs!
Schneckliche Grüsse, Petra :slowmo:
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5

Sonntag, 23. Dezember 2007, 19:57

HI,

also ich habe auch welche und halte sie unter ganz anderen Bedingungen wie Petra - das ist interessant. Meine leben in einem ungeheizten Becken bei 21 Grad, kaum Strömung, keine Sauerstoffzufuhr, Bio-Co2 Zugabe. Der PH liegt bei 7,5, GH 9 und KH 7. Sie sind sehr aktiv und lieben Nudeln und eigentlich alles andere was ich an Futter reingebe. Sie sind mit Shuffels vergesellschaftet, die an ihnen kein Interesse zeigen. Nachwuchs habe ich auch keinen bisher gesichtet. Weiterer Besatz sind Apfelschnecken und Tarebia granifera und ein paar Geweihschnecken. Das Becken ist nicht so vermulmt, aber es sind viele Blätter drin, die sie auch gerne fressen.
LG Gaby

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6

Sonntag, 23. Dezember 2007, 20:02

...richtig,die Walnussblätter hatte ich vergessen,dann sind noch Fächerhandgarnelen drin und die Brotias :patschaufstirn:
Schneckliche Grüsse, Petra :slowmo:
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7

Sonntag, 23. Dezember 2007, 20:35

ah-hm, da war ich ja ma wieder nich up-to-date.

Allerdings bin ich mir bei den angebotenen Tieren noch nich ganz sicher, ob es sich tatsächlich um die beschriebene Art handelt. Könnte nämlich durchaus auch eine Unterart der Fagotia (Microcolpia) daudebartii (PREVOST 1821) sein. Petra/Gaby, könnt ihr ein Bild von der Mündung zeigen und evtl. mal Gehäuselänge & -breite Eures größten Tieres messen?
Würd mich ja echt interessieren nu!

MfG,
schneckli

8

Sonntag, 23. Dezember 2007, 20:40

also meine findest du hier...

<<<klick>>>

Andreas kann da sicher Licht ins Dunkel bringen :xmas_302:
LG Gaby

9

Sonntag, 23. Dezember 2007, 21:12

Axo. Iss ja verwirrend, wie sich so mancher auf anderen Seiten andere Namen gibt. Das Bild im Auktionshaus entsprach auch so gar nich der von unserem Flubber gewohnten Qualität. Und, daß Andreas zwischenzeitlich umgezogen ist, war mir auch neu ;-P

Ja, die auf Flubbers Seite gezeigten Tiere sind m.E. ziemlich sicher bestimmt. Die Arten mit ähnlich flachen Windungen der Gattungen Fagotia haben üblicherweise keine oder nur eine schwach ausgeprägte Rinne am unteren Rand der Mündung.

@ Andreas: Hab ichs hier im Forum irgendwo überlesen, daß Du die Tiere erfolgreich nachziehen konntest? Unter welchen Bedingungen? Haben se Eier abgelegt oder sind sie doch lebendgebärend? Wär ja sicher nicht nur i.S. des threaderöffners interessant zu erfahren.

MfG,
schneckli

10

Sonntag, 23. Dezember 2007, 21:20

Huhu,

ich habe auch fünf dieser hübschen Tiere. Ich habe sie in einem techniklosen Becken bei Zimmertemperatur ohne Strömung ohne Sauerstoffzufuhr ohne Futter (naja einmal im Monat) und viel Laub. Sie fressen Pflanzen, auch die nicht so weichen, bevorzugt wird aber allgemein der Süßwassertang, sind aktiv auf Sand und Scheibe unterwegs, vergraben sich gelegentlich und haben schon mal an einander rumgeschneckelt aber Nachwuchs oder Eier konnte ich bis jetzt nicht entdecken. Vergesellschaftet sind sie bei mir mit Schnauzschnecken (sorry den lat. Namen hab ich jetzt nicht) und Spitzschlammschnecken, vier Spikes damit man gelegentlich durch die veralgte Scheibe schaun kann und drei Garnelen.

LG Ursula
...ich bin nicht die Signatur, ich putze nur hier :wendenn:

Andreas

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11

Sonntag, 23. Dezember 2007, 21:27

Juhuu Schneckli und alle anderen ...

Nochmal eine kurze Zusammenfassung:

Ich hab 2006 wenige Tiere von Rhodos mitgebracht.
Temperatur war damals 16°-19° trotz Hochsommer. Die Tiere kamen überwiegend an strömungsschwachen Stellen vor.
Sie hielten sich nicht besonders im AQ, gehen fast an kein künstliches Futter dran und litten wirklich unter den AQ-Bedingungen.
Davon leben nur noch 3 Stück.

2007 habe ich an anderen Stelle eine weitere Population entdeckt und mir ein paar mehr eingetütet.
Biotop: Restgewässer, 5-10 cm tief, mässige Strömung, starker Grünalgenbelag, sowohl Kies, als auch Mulm und Sand im Flußbett.
Die Temperatur betrug 29° und es waren vielen Jungtiere unterschiedlicher Größe vorhanden.

Diese mitgebrachten Schnecken verhalten sich nun ganz anders. Sie fressen "alles" und haben keine Probleme bei 19°, bei 21° und bei 23°.
Ich habe die Gruppe aufgeteilt, muss aber sagen, dass die gh über 10 sein sollte, sonst zeigen sie massive Degenerationerscheinungen.

Eier konnte ich bisher noch nicht entdecken und somit auch keine Jungtiere. Soweit mir bekannt ist (ist aber nicht sicher) laichen sie nur im Frühjahr.

LG - Andreas

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12

Sonntag, 23. Dezember 2007, 21:30

Hallöle,
etwas besseres habe ich leider nicht...
Schneckliche Grüsse, Petra :slowmo:
Mitglied im "Schnecken-haben-auch-eine-Lebensberechtigung-Club"

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Montag, 24. Dezember 2007, 09:03

Hallo zusammen,
mit den wissenschaftlichen Namen ist das ja immer so eine Sache, gerade bei den Melanopsis. Die Tiere sind jedenfalls aus Rhodos, dort gibt es meines Wissens nur eine Art/ Unterart, whatever.
Wie genau die Vermehrung erfolgt ist, kann ich leider nicht sagen. Der eine oder andere, wird sich vielleicht erinnern, dass ich letzes Frühjahr ein Bild von einem Buchenblatt mit einem Gelege vorgestellt habe, müsste mal nachsehen, ob ich es noch auf der Festplatte habe. Es waren immer 3 bis 6 Eier in einer Reihe, mit ca 4-5 Reihen. Außen weniger als innen. Sah bemerkenswert geometrisch genau aus. Naja das wurde ja damals als Schmetterlingsgelege belächelt. Jedenfalls traten einige Zeit später plötzlich kleine Tiere auf, auch in Becken wo ich keine solchen Gelege gesehen hatte. Vielleicht war ein Schmetterlingsgelege, dann habe ich die richtigen nicht gesehen, bzw. vielleicht sind sie lebendgebärend, who knows.
Bei mir fressen sie jedes gängige Futter.
Viele Grüße,
Andy

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Montag, 24. Dezember 2007, 09:42

Moin, Andy!

Dank Dir für Deine Erinnerung & fürs posten Deiner Infos! Magst Du auch noch etwas zu Deinen Wasserwerten verraten? Vielleicht hilfts ja, daß auch andere Halter ihren Tierchen Kinderglück gönnen können :-)

Nach meiner Literatur sind die Jungtiere mit ~0,3-0,4mm ja gegenüber der Größe der erwachsenen Schnecken extrem winzig. Von der Größe der einzelnen Eier könnte das mit denen damals an Deinem Buchenblatt beoabachteten wohl passen. Nur die Anzahl der Eier, deren geometrische Anordnung & die nicht erkennbare, gallertige Hülle erschien auch mir damals nicht gerade schneckentypisch. Zur Fortpflanzung der Art bzw. des Superspezies gibts aber derzeit auch wissenschaftlich noch vieles zu klären - obwohl die Tiere ja schon dem alten Herrn LINNÉ 1758 bekannt waren. Ich bin mal gespannt, ob in nächster Zeit auch von anderen Aquarianern noch neue Erkenntnisse gepostet werden. Wo die Tiere ja weiter verbreitet werden, ist das ja zu hoffen!
Ich meine, je mehr Infos veröffentlicht werden, desto größer wird hoffentlich die Wahrscheinlichkeit, daß die Tiere nicht nur "verbraucht" werden, sondern daß auch Nachzuchten gelingen.

MfG,
schneckli

PS.: @Andreas 'Flubber': Dank Dir für Deine Zusammenfassung. Da selbst Dir als erfahrenen Schneggenhalter noch keine Nachzucht der Art gelungen ist, nehme ich an, daß das wohl nicht so einfach ist, hm?
Und: Eigenartigerweise behalten einige Schneckenarten tatsächlich auch unter den konstanten Bedingungen im Aquarium ihren Fortpflanzungsrythmus bei - warum auch immer.

15

Montag, 24. Dezember 2007, 15:56

Hallo Zusammen

Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten. Es ist wirklich interessant, wieviele Infos hier zusammenkommen!

Ja, die Schnegglis habe ich bei der erwähnten Auktion gesehen.

Dooferweise kann ich die Schnegglis gar nicht ersteigern, die Auktion ist nur für Interessenten aus Deutschland.

Schöne Grüsse

Martin

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Dienstag, 25. Dezember 2007, 10:10

Meine Wasserwerte sind nicht besonders. pH 7,6 und GH 12. Vielleicht liegt auch ein jahreszeitlicher Rythmus vor. Seit dem Frühjahr hatte ich jedenfalls keine Jungen mehr. Bei denen von dir aus Mugla leider auch nicht. Vielleicht nächtes Jahr wieder.
Viele Grüße,
Andy

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Samstag, 29. Dezember 2007, 16:09

Moin, Ihr Lieben!
zunächst @ Ursula 'Kara' ganz viele Fragen:

Zitat

Ich habe sie in einem techniklosen Becken [...]. Sie fressen Pflanzen, auch die nicht so weichen, sind aktiv auf Sand und Scheibe unterwegs, vergraben sich gelegentlich [...]

Hm, Ursula, hätte ich im Anbetracht der mir bekannten Fundorte bisher nicht gedacht, daß es techniklos funktionieren kann - bis Andreas dann ja seinen 2. Fundort beschrieb. `ne technikloses AQ kommt einem Restwasserloch ja oft ziemlich nahe. Ich nehme aber an, daß Dein AQ verhältnismäßig unterbesetzt ist, hm? Wieviel Liter hats denn? Und: Stehts in der Nähe eines Fensters, daß es auch mal ziemlich warm werden kann?
Das mit dem gelegentlichen Eingraben find ich interessant. Hat das sonst jemand schon bei seinen Tieren beobachtet? Scheinen die Tierchen den Mulm dort unten zu futtern, oder halten sie bloß ein paar Tage Siesta? Würdest Du aufgrund Deiner Beobachtungen etwas Sandsubstrat in einem Melanopsis-AQ empfehlen? Und letzte Frage: fressen die Melanopsis bei Dir sämtliche Pflanzen an, oder lassen sie manche auch ganz?

und noch @ Andreas 'Flubber':
Bei Deinem diesjährigen Urlaub warst Du im Frühjahr im Urlaub? Ich fltze ja nächstes Frühjahr endlich mal wieder in der Türkei `rum - werde dann mal intensiv nach Jungtieren gucken.
Wg. der relativ "kühlen" Wassertemperaturen bei Deinem ersten Fundort: Wars ein Quellgewässer oder ein kleiner Bach in einer dunklen Klamm?

MfG,
schneckli

Andreas

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18

Samstag, 29. Dezember 2007, 17:34

Juhuu Schneckli,

.... Bericht coming soon ....

beide male im September ....
Biotop 1 - kalt - Quellbereich - ca. 30m vom Austritt der Quelle

Biotop2 - Fluß/Bach/Flußbett - Restgewässer aber mit stetiger Strömung - Wasserstand 5-10cm
Auch im September waren dort Jungtiere in allen Größen (ab 2mm und größer) vorhanden.

LG - Andreas

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19

Samstag, 29. Dezember 2007, 18:10

Hi Schneckli,
zum Sand:Ja,sie graben sich ein,nicht oft,dann aber für Stunden,bewegen sich dabei aber nicht.Da sie bei mir durch keinen Fischbesatz gestört werden wohl ein natürliches Verhalten?Auch liegen sie des öfteren "auf dem Rücken",der Schneckenkörper ist dabei draussen,kenne ich so nur von den Vivipariden.Auch scheint die Meinen Strömung nicht zu stören.
Schneckliche Grüsse, Petra :slowmo:
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Samstag, 29. Dezember 2007, 23:34

Huhu,

mal auf die schnelle:

Becken hat 12l, Temperatur zur Zeit 20-22 Grad, wie warm es im Sommer wird kann ich nicht sagen, denke aber das es über 25 Grad nicht hinaus geht, steht am Fenster hat aber dennoch Lampe. Drinnen sind drei Garnelen, ein paar Spitzschammschnecken ca. 10 Stück, ein Porthörnchen, zwei Spikes, Schnauzschnecken und 5 Melanopsis.

Gefressen werden bei mir Süßwassertang und diese komischen Pflanzen die ich nicht kenne, das ist alles was ich drinn habe.

Eingraben. Sie graben sich oft ein. Sie rüsseln aber nicht im Boden rum sondern graben sich ein, wieder aus und bleiben halb eingebuddelt und halb im Haus ein paar Stunden drin liegen bevor sie wieder unbeeindruckt weiterschnecken. Ich würde empfehlen den Tieren eine Möglichkeit zum vergraben zu geben.

LG Ursula
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